Von Andachten im McDonald's und Taufen in Regentonnen

Mission
Von Andachten im McDonald's und Taufen in Regentonnen

Unglaubliche Erlebnisse bei einer Evangelisation auf den Philippinen

Dass Gott in der Lage ist, Regen zu stoppen, Kranke gesund zu machen und Herzen von Häftlingen zu verändern – daran zweifeln wahrscheinlich die wenigsten von uns. Hautnah erleben durften all diese Wunder Teilnehmer einer Europe4Jesus-Evangelisation auf den Philippinen. Überwältigt von der Macht Gottes erzählen die jungen Menschen, wie Gott sie in dieser Zeit an den ungewöhnlichsten Orten gebrauchte.

„Es gibt mehr als alles, was wir hier erleben. Es gibt ein unbeschreibliches, atemberaubendes Leben.“ Ich predige Jesaja 14, über den Ursprung Satans, als plötzlich heftiger Monsunregen einsetzt. Der Lärm übertönt alles. Ich fange an zu beten: „Im Namen Jesu. Stoppe den Regen!“ Nach dreißig Sekunden ist der starke Monsunregen mit einem Mal Geschichte. Die Menschen sind erstaunt. Ich auch ... Die gleiche unglaubliche Erfahrung wiederholt sich noch ganze drei Mal. Ich lerne: Ernstes Gebet in der Abhängigkeit Jesu ist mächtig und hat Kraft.

Das erleben wir auch kurze Zeit später, als mein Mitarbeiter, ein junger Mann, krank wird. Daniel Beidel. Er soll zum ersten Mal in seinem Leben predigen. Doch gerade liegt er nur noch krank im Bett. Sobald er aufsteht, wird ihm total schwindelig. Er kann kaum mehr laufen. Wir besuchen ihn und beten: „Im Namen Jesu, werde gesund!“ Unter Einfluss des Heiligen Geistes sagt der Beter zu Daniel: „Und jetzt steh auf!“ Erst mühsam und voller Schmerzen rappelt sich Daniel auf. Schlagartig geht es ihm immer besser. Später am Abend macht er seinen ersten Taufaufruf. Fünf Menschen entscheiden sich für die Taufe. Verstohlen wischt sich Daniel die Tränen aus den Augen. Freudentränen. Überwältigt von der Macht Gottes. Wenige Monate danach wird Daniel selbst getauft.

Diese und andere wunderbare Erfahrungen durften wir im August vergangenen Jahres auf den Philippinen erleben. Mit fast fünfzig Teilnehmern waren wir in San Fernando (im Norden der Philippinen-Inseln) unterwegs und predigten an über zehn verschiedenen Orten von der Liebe Gottes. Parallel zu den Evangelisationen besuchten wir Menschen im Gefängnis, an Schulen und sogar im McDonald’s. McDonald’s? Ja, du hast richtig gehört! Wie es dazu kam? Jan Cabungcal, der Leiter der adventistischen Organisation Europe4Jesus, fragte uns eines Tages, ob nicht einige Teilnehmer Lust hätten, am nächsten Morgen um fünf Uhr ein McDonald’s-Restaurant zu besuchen – um dort zu singen und zu predigen! Nachdem wir die Erlaubnis erhalten hatten, durften wir den versammelten Mitarbeitern ein Lied auf Tagalog vorsingen. Es folgte eine kurze Andacht für die Angestellten und wir konnten sogar für sie beten. Anfangs war die Verwunderung und Unsicherheit der Mitarbeiter deutlich zu spüren. Aber als wir sie zu unseren Evangelisationsvorträgen einluden, waren sie sichtlich gerührt und dankbar. Wir spürten, dass der Heilige Geist am Wirken war. Sowohl an uns selbst als auch bei den angesprochenen Menschen.

Eine ähnliche Aktion wiederholten wir in einer anderen Filiale in Jolibee. Und gerieten danach plötzlich in eine öffentliche Veranstaltung! Es sollte ein Lauf in der Innenstadt stattfinden. Deshalb gab es eine Bühne mit Live-Acts, viele Zuschauer, laute Musik. Wir stellten uns vor und wurden gefragt, ob wir ebenfalls die Bühne betreten wollten! Also sangen wir ein Lied und durften vor über zweihundert Menschen über Gott sprechen! Das hat uns eindeutig gezeigt, dass Gott auch die unerwarteten und scheinbar unmöglichen Situationen zu seiner Ehre nutzen kann.

Alles ist möglich


Mission kann so einfach sein. Gott selbst wird die Möglichkeiten schaffen, um sein Werk voranzutreiben. Wir müssen uns nur zur Verfügung stellen und vertrauen. Das geht auch hier in Deutschland! Auch hier gibt es McDonald’s-Filialen und Menschen, die offen sind und nach Gott suchen. Wir sind uns sicher, Gott könnte Großes bewirken, wenn wir über unseren eigenen Schatten der Bequemlichkeit springen und uns auch mal trauen würden, neue und „verrückte“ Dinge für ihn zu tun. So hat er unseren Einsatz auf den Philippinen unglaublich gesegnet. Beim Abschluss der Evangelisation ließen sich 143 Menschen taufen.

Einer davon war Jonathan. Er ist 25 Jahre alt und hat keine Mutter mehr. Mit seinem Vater gab es nur Probleme. Daher verließ er sein Zuhause und fand Unterschlupf bei Freunden. Jonathan hat keine Arbeit und kein Geld. Essen und Kleidung erhält er von seinen Mitmenschen. Er lebt in totaler Armut. Jonathan führte ein Leben ohne Gott und suchte das Glück in der Welt. Alkohol und Zigaretten. Die Motorrad-Gang war sein Ein und Alles. Eines Tages hatte Jonathan bei einem seiner Motorradrennen einen schrecklichen Unfall. Ein Stein auf der Straße brachte ihn ins Schleudern. Dabei überschlug er sich und brach sich mehrere Knochen. Doch Gott bewahrte sein Leben. Eine übernatürliche Erfahrung. Jonathan erlebte, dass Gott ihn liebt und einen Plan für sein Leben hat. Er fand Kontakt zu einer christlichen Gemeinde und engagierte sich als Musiker. Von einem Freund (kein Adventist) wurde er zu unserer Evangelisation eingeladen. Jonathan besuchte die Vorträge und erhielt parallel Bibelstunden. Bei dem ersten Taufaufruf entschied er sich öffentlich für die Erwachsenentaufe. Das war der Taufaufruf von Daniel Beidel. Besonders die Wahrheit über den Sabbat und die familiäre Gemeinschaft der Adventgemeinde bewegte ihn. Bei seiner öffentlichen Taufe strahlte Jonathan über das ganze Gesicht. Er weiß jetzt, dass Gott ihn führt und möchte ihm als Missionar dienen. Bald schon wird er eine Missionsschule besuchen und sagt: „Es lohnt sich, Gott ganz zu vertrauen!“

Ein anderer Täufling war Ronald*. „Ich bin unschuldig hier!“ sagte Ronald voller Tränen, als wir ihn im Gefängnis besuchten. Die Predigten, Lieder und Gebete bewegten sein Herz. Ronald ist seit zwei Jahren im Gefängnis. Er führte eine Beziehung mit einer Frau, deren Eltern dagegen waren. Geld kam ins Spiel. Irgendwann verklagten die Eltern Ronald. Angeblich Vergewaltigung. Ronald war machtlos. Er kam ins Gefängnis und hörte mit vielen anderen die biblische Wahrheit. Die Liebe Gottes packte ihn und er wünschte sich einen Neuanfang. Schließlich entschied sich Ronald ganz für Jesus. Zusammen mit anderen 35 Häftlingen wurde er in einer Regentonne getauft. Jetzt möchte er sogar noch einen Schritt weiter gehen und Pastor werden. Darauf bereitet er sich nun vor. Durch intensives Studium seiner neuen Bibel. Allein, im Gefängnis. Deshalb braucht er unser Gebet!

Wir haben in diesen zwei Wochen Gottes Macht hautnah erlebt und kommen verändert von den Philippinen wieder. Jesus lebt, er kommt bald! Und er möchte jeden von uns gebrauchen, um Menschen für ein ewiges Leben mit ihm zu gewinnen. Auch hier in Deutschland. Wenn wir uns ihm ganz zur Verfügung stellen.

Der Artikel entstand in Zusammenarbeit mit Chiara Rosenberg und Julia Herz.

*Name wurden von der Redaktion geändert.

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