10. Mal Youth in Mission

YiMC
10. Mal Youth in Mission

Was bleibt?

Vom 24. bis 28. März feierte der Youth in Mission Congress (YiM) in Offenburg sein Jubiläum. Angetrieben von der Sehnsucht nach einer echten Erweckung in unseren Gemeinden und der Vision, das Evangelium der ganzen Welt in dieser Generation zu verkündigen, hatte die Jugendmissionsbewegung vor fast einem Jahrzehnt ihren Anfang genommen.

Doch was hat der Heilige Geist in dieser Zeit eigentlich in den Herzen der Teilnehmer bewirkt? Inwiefern hat der Jugendkongress im Leben von jungen Adventisten Spuren hinterlassen? Im Folgenden berichten Jugendliche und Gemeindeglieder, wie der Youth in Mission Congress Einfluss auf ihr geistliches Leben nahm – und es auch heute noch tut.

Johannes Waniek, YiM-Pionierteam, derzeit HisHands-Mitarbeiter in Rastatt:

Eigentlich könnte ich diese Zeilen mit „Es war einmal…“ beginnen. Ohne hochtrabend daherzukommen, empfinde ich es tatsächlich als etwas Märchenhaftes, wenn ich in meinem persönlichen Geschichtsbuch „10 Jahre YiM“ blättere. 
Alles nahm seinen Anfang, als wir uns in Stuttgart trafen, um zu beten und sorgsam zu planen – mit großen Wünschen an Gott in unseren Herzen und wenig Ahnung, wie man so einen Kongress aufziehen soll. Welche Wirkung er haben und wo wir damit einmal landen würden, wusste natürlich keiner von uns. 

Unvergesslich schöne Momente und viel Arbeit – das bedeutet für mich der Youth in Mission Congress. In dieser langen Zeit verließ auch mich nicht selten der Mut. Fragen und Zweifel an Gott gingen nicht spurlos an mir vorbei. Dass ich letztendlich nicht daran zerbrach, ist für mich untrennbar mit dem YiM verwoben. Gott hätte auch andere Wege gehabt, um mich davor zu bewahren, ihm endgültig den Rücken zuzukehren. Was für mich das Schönste ist und bleibt, ist die Tatsache, dass ich in den fast zehn Jahren YiM-Kongress Gottes Handschrift in meinem Leben erkenne.

Benjamin Lizinger studiert Theologie am Seminar Schloss Bogenhofen (Österreich):

„Benni, kannst du den Trailer auf dieser CD abspielen?“ Bei dieser Bitte ahnte ich noch nichts von der Jugendbewegung, die mein Leben verändern würde. Chris Berger sprach uns als Technikteam beim Landesjugendsabbat 2007 an, um den Werbespot für den ersten Youth in Mission Congress abzuspielen. Der erste Kongress war neu, spannend und vor allem segensreich. Die Ansprachen wirkten auf mich inspirierend, die Workshops sehr lehrreich und der Kontakt mit den vielen jungen Menschen, die den gleichen Glauben teilten, faszinierend.

Beim zweiten YiM verspürte ich dann den Ruf zum Pastorendienst. Getreu dem damaligen Motto „Be His Hands“ (Seine Hände sein) entschied ich mich dafür, mich von Gott in dieser Tätigkeit gebrauchen zu lassen und ihm mein ganzes Leben dafür zu weihen. Allerdings nahm ich die Entscheidung zu diesem Zeitpunkt noch nicht ganz ernst. Drei Jahre später erinnerte mich Gott wieder an mein Versprechen. Während dieser Zeit betete ein Freund für mich und insbesondere für meinen Ruf zum Pastorendienst. Die Sehnsucht, meinen Mitmenschen zu helfen und Gott zu dienen, ergriff mich. So entschied ich mich für eine Ausbildung zum Pastor am Theologischen Seminar Bogenhofen.

Deborah Zapf, Gemeinde Überlingen, ist 16 Jahre alt und Schülerin:

Als ich den Youth in Mission Congress das erste Mal besuchte, war ich überwältigt und konnte damals noch nicht abschätzen, wie lebensverändernd diese Zeit für mich werden sollte.

Auch danach wurde die Teilnahme zu einem jährlichen Höhepunkt für mich. Ich wurde Zeuge von Gottes großer, liebevoller und verändernder Kraft – sei es bei den Missionseinsätzen, den Workshops oder dem gemeinsamen Gebet. Immer wieder hatte ich dabei das Gefühl, ein Stück Himmel erleben zu dürfen. Diese Erfahrung, die inspirierende Gemeinschaft mit anderen, und der Wunsch, die Ewigkeit mit Gott zu verbringen, prägte letztlich meine Taufentscheidung.

Der Austausch von Erfahrungen und die gemeinsame Zeit mit anderen Jugendlichen, mit denen ich Gespräche und Diskussionen über Jesu Leben und die Herausforderungen im Glaubensalltag führen kann, sind seitdem zu einem Teil meines Lebens geworden. Für diese Möglichkeit bin ich sehr dankbar. Sie erinnert mich daran, was wirklich wichtig ist im Leben.

Chris Berger, YiM-Pionierteam, derzeit Direktor am Seminar Schloss Bogenhofen (Österreich):

Die Entstehung und die weitreichenden und anhaltenden Segnungen durch den Youth in Mission Congress haben mein geistliches Leben sehr gestärkt. Durch diese Erfahrung habe ich erneut einige Dinge gelernt:

Gottes Segen macht den Unterschied! – Planung und Einsatz sind wichtig, aber dass über 1.000 Jugendliche auf engstem Raum freundlich zusammenkommen und der Heilige Geist wirkt, ist nicht durch Menschen zu bewirken! Hier denke ich natürlich auch an die vielen Entscheidungen für die Taufe, die Ausbildung auf einer Missionsschule oder bei uns am Seminar Schloss Bogenhofen.

Ich kann mich auf Gott verlassen! – Es gab sehr viele Hindernisse und auch Kritik; doch Gott hat immer wieder Türen geöffnet, Wunder getan und uns hindurchgeführt. Mit hunderten Jugendlichen missionarisch aktiv zu sein, mit wenigen tausend Euro einen Kongress in dieser Größe zu finanzieren oder mit einer Armee von Freiwilligen motiviert alle Aufgaben anzugehen, sind nur einige Beispiele.

Die Adventbotschaft ist für Jugendliche hochaktuell, und die besten Zeiten für Evangelisation liegen mit solch einer Jugend noch vor uns!

Sarah Quinger, Gemeinde Tübingen, studiert Mathematik und Geschichte auf Lehramt:

Im Jahr 2008 ermutigte uns ein Sprecher beim Youth in Mission Congress, uns für die Andacht von Gott wecken zu lassen. Ich versuchte es und wurde prompt sehr früh wach, weshalb ich mich für einen Gebetsspaziergang entschied. Wie schon oft, lief ich einfach drauf los und war mir sicher, mein guter Orientierungssinn würde mich auf dem Rückweg nicht im Stich lassen. Nach etwa einer Stunde intensiver Gebetszeit machte ich mich auf den Weg nach Hause und war mir ziemlich sicher, wo ich lang musste. Doch nach zwei oder drei Kreuzungen schien mein Plan nicht aufzugehen.

Weiterhin im Gebet, fragte ich Gott, was das sollte und irrte durch die Straßen. Da machte er mir klar, dass ich lernen musste, ihm alles abzugeben und ihm auch dann zu vertrauen, wenn ich meinte, den Weg selbst zu kennen. Ich resignierte und übergab ihm auch die Lebensbereiche, die ich bewusst noch selbst kontrollierte. Als er mich daraufhin anwies, abzubiegen, statt geradeaus zu gehen, erreichte ich nach nur zwei Minuten die Schule. Manchmal kommen wir selbst zwar sehr nah an das Ziel, doch erreichen können wir es nur mit Gott.

Stefanie Horst besucht derzeit die Josia-Missionsschule in Isny:

Auf dem Youth in Mission Congress 2014 wurden wir Jugendliche dazu aufgerufen, Menschen um uns herum zu Freunden zu machen. Genau ein Jahr später schenkte Gott mir eine ganz besondere Freundin namens Olga. Wir lernten uns in der Schule kennen und verbrachten viel Zeit miteinander. Dabei fiel ihr auf, dass ich bestimmte Dinge tat bzw. andere wiederum nicht tat. Dadurch kamen wir über Religion und Glauben ins Gespräch. Sie zeigte großes Interesse daran und hatte viele Fragen. Eines Tages lud ich sie zum Gottesdienst ein und überraschenderweise nahm sie die Einladung an. Seitdem nahm Olga an vielen Aktivitäten der Gemeinde teil.

So war sie schließlich auch beim YiM 2015 dabei, bei dem uns der Sprecher ermutigte, die Menschen, die zu unseren Freunden geworden waren, einzuladen. Als ich sah, dass Olga beim Aufruf zur Taufentscheidung nach vorne ging, war das ein sehr bewegender Augenblick für mich. Ich erkannte Gottes Führung in meinem Leben und in dem meiner Freundin, die im Januar 2016 getauft wurde. Dieses Jahr wurden die YiM-Teilnehmer ermutigt, ihre Freunde zu Jesus zu führen. Gott schenkte mir diese Erfahrung bereits und ich bin ihm unendlich dankbar dafür. Erstaunlich, wie Gott mich gebrauchte, ohne dass ich es bewusst wahrnahm.

Infos zum Youth in Mission 2016

Rund 2.000 Jugendliche aus nah und fern nahmen zusammen mit fast 2.000 Gemeindegliedern, die am Sabbat dazustießen, am diesjährigen Jubiläumskongress teil. Davon engagierten sich ca. 500 freiwillig bei der Essensausgabe sowie in vielen weiteren Bereichen wie etwa Sauberkeit. Beim Sponsorenlauf auf dem Messegelände Offenburg am Ostersonntag kam mit Hilfe von 82 Läufern ein Betrag von 7.250 Euro zusammen, der an den örtlichen Verein „Flüchtlingshilfe Rebland“ gespendet werden soll.

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