Tattoos entfernen leicht gemacht

Adventbewegung
Tattoos entfernen leicht gemacht

Jungunternehmer stellen Innovationen beim HyveCamp vor

Wie erfindet man eine Creme, die Tätowierungen verschwinden lässt? Wie stellt man einen rein pflanzlichen Camembert-Käse her? Wie entsteht eine Plattform im Internet, bei der mit Hilfe von Künstlicher Intelligenz viele Personen gleichzeitig an der Übersetzung von Texten arbeiten? Diese und viele andere Produkte, Projekte und Geschäftsideen haben eines gemeinsam: Sie sind Teil der internationalen Hyve-Community – einem innovativen Netzwerk von jungen Gründern, Neugierigen, Coaches und Investoren, die unsere Welt positiv verändern wollen. All diese Kreativen und Entwickler verbindet das Ziel, gute Ideen zum Wohl ihrer Mitmenschen umzusetzen und dabei gleichzeitig Gottes Reich mitzubauen. So können Jungunternehmer durchstarten und in ihrem Umfeld „leuchten“.

Gottes Zusage gilt noch heute

Gott versprach seinem Volk damals: „Ich will dich zum Kopf machen und nicht zum Schwanz“ (5. Mose 28,13). Das gilt heute umso mehr. Er möchte, dass wir dafür bekannt werden, gute und innovative Projekte voranzubringen. Am Anfang unserer Geschichte als Adventbewegung zeigte sich diese Kreativität, dieser Pioniergeist. Damals entwickelten wir ständig neue Produkte und Dienstleistungen, denken wir nur an Fitnessgeräte, Erdnussbutter und Cornflakes – alles adventistische Erfindungen. Unsere Lösungsansätze im Bereich der Naturheilkunde waren einmal weltweit führend, wir setzten die Standards (vgl. 5. Mose 4,6-7). Doch leider ging unsere Innovationskraft mit der Zeit etwas verloren.

Hier setzt die Idee von „Hyve“ an, die auf eine Vision von Ellen White aus dem Jahr 1877 zurückgeht. Dabei sah sie auf dem Gebiet von San Francisco und dem heutigen Silicon Valley, dass um 1900 innovative und profitable Missionsprojekte wie vegane Cafés und Restaurants, Bio-/Gesundkostläden, Gesundheitszentren für Naturheilkunde, reformpädagogische Schulen und soziale Einrichtungen für Kinder und Jugendliche wie auch für Obdachlose und Migranten entstehen würden. Sie nannte dieses soziale Ökosystem einen „Bienenstock“ – auf Englisch: „beehive“.

Unterstützung für adventistische Start-ups


Um Ideen, Gründungsvorhaben und Businesspläne weiter entwickeln zu können und gemeinsam reifen zu lassen, veranstaltet die Organisation „Hyve International“ sogenannte HyveCamps. Im letzten Jahr fand vom 30. September bis 3. Oktober wieder in Berlin solch eine Veranstaltung mit Teilnehmern aus fünf Kontinenten statt. Und Ende Dezember gab es in der Nähe von Stockholm für die nordischen Länder ein Camp in Zusammenarbeit mit ASI Skandinavien.

Bereits 2017 hatte mich die Veranstaltung fasziniert, und auch 2018 war ich wieder begeistert von der Stimmung und von den vielen genialen Ideen, die andere Leute mit ins HyveCamp bringen. Es sprüht auf diesen Events nur so vor Kreativität, Energie und dem Willen, Projekte umzusetzen. Ein paar Tage verbringen wir zusammen, lernen neue und interessante Leute kennen, hören deren Ideen, tauschen uns aus und arbeiten gemeinsam an einzelnen Konzepten. Wir hören uns Vorträge und Lebensgeschichten an, werden ermutigt und erhalten viele Tipps für unsere eigenen missionarischen Start-up-Unternehmen.

Das Herzstück des HyveCamps ist der sogenannte „Business-Hackathon“: Wer eine Business-Idee hat, die er umsetzen möchte oder vielleicht schon damit begonnen hat, kann diese Idee zu Beginn des Events vorstellen. Danach arbeitet man in Gruppen an den Konzepten, die es in die zweite Runde geschafft haben. Zum Schluss werden die gereiften Projekte noch einmal vorgestellt. Die Start-ups, welche die Experten und Investoren aus der Jury am meisten überzeugen, erhalten dann einen Preis, wie etwa Geldbeträge oder auch professionelles Business-Coaching. Jeder anwesende Jungunternehmer hat die Möglichkeit, sich mit Fachleuten zu unterhalten und nach einem Investor für sein Projekt zu suchen.

Gesichtspflegeprodukte, Hängematten und Co.


Die beim HyveCamp vorgestellten Start-ups könnten unterschiedlicher nicht sein und begeistern mich immer wieder aufs Neue: So stellte zum Beispiel eine Frau ihre gesunden, natürlichen Gesichtspflegeprodukte vor und erzählte, dass sie ihren Kundinnen damit beibringt, wie ihre Haut wieder schön und jung werden kann. Dazu gehört natürlich nicht nur eine Creme, sondern auch Gesichtstraining, Ernährung, der richtige Umgang mit Emotionen, Vergebung, Vertrauen auf Gott und vieles mehr.

Damit nicht nur das Äußere mit Vitaminen versorgt wird, hat ein junger Biobauer aus Norwegen ein System entwickelt, wie man auf einem Hektar Land genug Gemüse anbauen und verkaufen kann, um davon zwei Familien zu ernähren. Die notwendigen Maschinen, Geräte und Setzlinge verkauft er in einem Container, um die Geschäftsidee skalierbar zu gestalten.

Sollte dabei jemandem etwas zustoßen, kommen die Bildkarten von „Helpbox“ ins Spiel. Diese zeigen verschiedene Situationen rund um das Thema Krankheit, Unfall und Krankenhaus und wurden insbesondere zur Hilfestellung für Eltern entwickelt. So sollen Kinder mithilfe der Bildkarten Krankheiten und Unfälle in ihrem Umfeld besser einordnen und verarbeiten.

Etwas, das weniger mit Krankheit, dafür mehr mit Erholung zu tun hat, wurde von einem jungen Amerikaner entwickelt: eine isolierte Hängematte, die gleichzeitig Schlafsack und Zelt ist. Der junge Mann möchte Menschen damit zurück in die Natur führen und veranstaltet Kundenevents, in denen Denkanstöße zum Thema Schöpfung gegeben werden. „Swayy“ belegte beim HyveCamp 2018 in Berlin den ersten Platz, und ein Investor war bereit, das Projekt mit einem sechsstelligen Betrag zu unterstützen.

Eine weitere Innovation, die Menschen zusammenführte, wurde vom „Langify“-Team entwickelt. Dabei handelt es sich um eine Software-Plattform im Internet, auf der verschiedene Personen mithilfe von Künstlicher Intelligenz zusammen an der Übersetzung von Büchern und Texten arbeiten können. So wird Menschen in der Dritten Welt der Zugang zu neuen Erwerbsmöglichkeiten eröffnet.

Ein neues Geschmackserlebnis ermöglicht „AlphaVida“ vor allem Veganern. Die Firma hat einen Camembert entwickelt, der rein pflanzlich ist und durch Geschmack und Konsistenz besticht. Auf der Verpackung werden die Kunden außerdem auf ein Gesundheitszentrum hingewiesen.

Ob gesund oder nicht ­– Tätowierungen, die nicht mehr erwünscht sind, halten viele Menschen weltweit irgendwann für eine lästige Angelegenheit. Um den dauerhaften Körperschmuck verschwinden zu lassen, hat „Reemedee“ (HyveCamp-Gewinner 2017) eine Creme entwickelt, mit der sich Tattoos entfernen lassen. Alle Tätowierungen, die bisher getestet wurden, sind restlos verschwunden – diese Erfindung ist einmalig und eine tolle Möglichkeit für viele Betroffene.

Missionarische Ideen, um für andere ein Segen zu sein, gibt es genug. Deshalb bleibt mir nur, andere zu ermutigen: Wenn du eine Idee hast, die Welt um dich herum zu verändern, oder wenn du solche Start-ups unterstützen möchtest, dann sei beim nächsten HyveCamp 2019 in Berlin dabei!

Info:

HyveCamp 2019
28.09. – 02.10 2019
Motto: „The Next Level.“
Infos und Anmeldung: www.hyvecamp.com

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