Die Lebensbatterie wiederaufladen

Gesundheit
Die Lebensbatterie wiederaufladen

Das große Puzzle der Körperenergie verstehen

Wer kennt das nicht? Morgens oder abends sind wir müde, oft sehr müde. Doch auch tagsüber fallen immer mehr Menschen in ein echtes Leistungsloch. Zu wenig Schlaf ist selten allein der Grund für anhaltende Müdigkeit – das habe ich selbst erlebt. Vor fünf Jahren wurden für mich alltägliche Dinge regelmäßig zu einer großen Herausforderung. Ich hatte kaum noch Energie, in den vierten Stock die Treppe hochzusteigen. Schon kleine Aufgaben kosteten mich Überwindung. Alle Anzeichen wiesen bei mir auf eine dauerhafte Erschöpfung hin. So nahm ich mir vor, herauszufinden, was in meinen Körper „falsch lief“, und stellte bald fest: Millionen von Menschen in Deutschland leiden unter dem gleichen Problem – Tendenz steigend.1

Warum fühlte ich mich – wie viele andere auch – ohne Lebensenergie? Ich recherchierte aktuelle wissenschaftliche Forschungsergebnisse. Ein Besuch bei einem Facharzt für Innere Medizin in Rostock ließ mich tiefer in den Energiestoffwechsel der Körperzellen eintauchen.

Lebende Organismen benötigen chemische Energie, um ihre Lebensfunktionen aufrechtzuerhalten. Der wichtigste chemische Energiespeicher von Lebewesen ist ATP (Adenosintriphosphat). Die aus Stoffwechselvorgängen freigesetzte Energie wird in den Mitochondrien als ATP gebunden. Die Mitochondrien gelten deshalb als die „Kraftwerke“ der Zellen. Neuere wissenschaftliche Forschungen zeigen aber, dass Mitochondrien auch als zentrale Umgebungssensoren verstanden werden müssen, die mit den Zellen und Geweben kommunizieren und signalisieren, wenn eine Gefahr droht – sie schalten dann sozusagen in den Abwehr-Modus um.2 Das Problem dabei ist, dass die Mitochondrien die Energie dann nicht mehr für die allgemeinen Bedürfnisse der Zellen zur Verfügung stellen, sondern zur Verteidigung nutzen.

So weist Prof. Robert Naviaux3 darauf hin, dass sich die Körperfunktionen verlangsamen, wenn die Mitochondrien ihre Energie im Abwehrmodus bereitstellen. Erste Beschwerden sind körperliche und geistige Schwäche, Müdigkeit und Erschöpfung; aber auch Organe und Muskeln können nicht mehr optimal arbeiten. Wenn unsere „Reparaturmechanismen“ aus Energiemangel langsamer ablaufen, können weitere Schäden eintreten. Die Schädigung der Mitochondrien liegt schwerwiegenden und sehr häufig auftretenden Krankheiten zugrunde, wie etwa Krebs, Parkinson, kardiovaskulären Erkrankungen usw.

Gefahr für unsere Zellkraftwerke

Einige der wichtigsten Ursachen dafür, dass sich die Mitochondrien nicht regenerieren können, sind Schlafmangel, elektrisches Licht in den Abendstunden, blaues Licht durch Bildschirme4, elektromagnetische Felder5 und Melatonin-Mangel. Melatonin schützt die Mitochondrien vor Schäden. Neben emotionalem Stress durch anhaltende Sorgen oder mangelnde Vergebungsbereitschaft6 stellt auch alles, was im Körper eine Entzündung begünstigt, eine Gefahr für die Mitochondrien dar. Dazu gehören z.B. auch Nahrungsmittel wie bestimmte raffinierte Öle oder raffinierter Zucker. Außerdem können Toxine als Enzym-Hemmer wirken und die ATP-Synthese blockieren.

Zusätzlich erkannte ich, dass es im großen Puzzle der Körperenergie weitere wesentliche Elemente gibt, denn Mitochondrien können unseren körpereigenen Energiebedarf allein nicht abdecken. Etliche Studien belegen, dass unsere Zellen wie eine elektrolytische Bio-Batterie aufgeladen werden.7 Das Zellplasma ist eine gelartige Substanz und besteht zum überwiegenden Teil aus Wasser.8 Im Zellwasser wies Prof. Gerald Pollack9 eine „Exklusionszone“ (EZ) mit einer zehn Prozent höheren Dichte nach, die sich an den Zellmembranen bildet. Dieses EZ-Wasser hat eine negative elektrische Ladung, während die restliche Zellflüssigkeit positiv geladen ist. Dadurch kann die Zelle ähnlich wie eine Batterie funktionieren. Für einen optimalen Energiespiegel sollten unsere Zellen aufgeladen sein, was jedoch immer weniger der Fall ist.

Wenn es ein Medikament gäbe, das unsere „Zellbatterien“ ohne Nebenwirkungen aufladen könnte, damit wir ausreichend Energie bekommen, und nachweislich noch weitere positive Effekte hätte, wie etwa

  • die Hautalterung herunterfahren,
  • neurologische und bestimmte Autoimmun-Erkrankungen bekämpfen,
  • gegen Depressionen und Angstzustände wirken,
  • den Fettabbau begünstigen,
  • die Heilung von Verletzungen fördern,
  • Kraft und Ausdauer steigern,
  • den Stoffwechsel und die hormonelle Gesundheit verbessern,

dann würden Millionen von Menschen dieses „Wundermittel“ einnehmen.

Das perfekte Wundermittel

Auf meiner Suche fand ich dieses „Wundermittel“, aber es ist kein Medikament – es handelt sich um Licht. Licht ist ein notwendiger Nährstoff für unsere Zellen, der nicht nur die elektrische Ladung unserer Zellen beeinflusst:

  • Blaues Licht am Morgen stellt den zirkadianen Rhythmus in unserem Gehirn ein, der wiederum zahlreiche verschiedene Neurotransmitter und Hormone reguliert;
  • UV-Licht ist für die Vitamin-D-Synthese und für die Sauerstoffanreicherung des Blutes zuständig;
  • FIR (fernes Infrarot) wirkt erwärmend auf die Zelle und regt die Durchblutung an;
  • NIR (nahes Infrarot) und rotes Licht wirken auf die Mitochondrien, um eine erhöhte Produktion von zellulärer Energie (ATP) zu stimulieren.

Unsere Gesundheit hängt von der richtigen Dosis der Lichtarten ab; die Mehrheit der Menschen in unseren Breitengraden hat – ohne es zu wissen – einen Mangel an gesundem Licht. Bekannt ist der Vitamin-D-Mangel durch zu wenig UV-Licht und eine Störung des zirkadianen Rhythmus durch zu wenig blaues Licht am Morgen und zu viel künstliches Licht in der Nacht. Tatsächlich ist es jedoch kaum bekannt, dass ein Mangel an NIR und rotem Licht zu gravierenden Gesundheitsproblemen führen kann. Während die meisten anderen Lichtwellenlängen oft nicht in den Körper eindringen und in den Hautschichten bleiben, können NIR und rotes Licht bis zu fünf Zentimeter tief in den Körper eindringen. Damit sind sie in der Lage, direkt heilend auf Zellen, Gewebe, Blut, Nerven und Knochen einzuwirken. Dort können sie die Energieproduktion steigern, Entzündungen modulieren, Schmerzen lindern und die Regeneration der Zellen beschleunigen.10

Am Ziel meiner Reise angekommen, habe ich festgestellt: Unser Energiespiegel ist weitgehend ein Spiegel unseres physischen und emotionalen Zustandes sowie unserer Lebensgewohnheiten. So wie die Ursache für anhaltende Müdigkeit jedoch nicht monokausal ist, ist auch die Lösung nicht allein von einem Faktor abhängig. Eine umfassende Lösung muss individuell abgestimmt werden. Gezielte Zufuhr von Nährstoffen, Darmgesundheit, Licht, Schlaf sowie körperliche Aktivität sind dabei ein wesentlicher Schlüssel zur Lösung. Wer die Zusammenhänge des körpereigenen Energiesystems besser verstehen und seine Lebensbatterie wieder aufladen möchte, ist eingeladen, im Juli 2019 einen Intensiv-Kuraufenthalt im Schwarzwald zu besuchen – mit individueller Betreuung, unter ärztlicher Leitung, veranstaltet vom Deutschen Verein für Gesundheitspflege (DVG).

Quellen:

1 S. Brenscheidt, A. Siefer, H. Hinnenkamp, L. Hünefeld: Arbeitswelt im Wandel: Zahlen - Daten - Fakten. Ausgabe 2018, Dortmund: Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin, 2018.
2 D. C. Wallace: Genetics: Mitochondrial DNA in evolution and disease. Nature, Volume 535, Issue 7613, 2016, S. 498-500; DOI: 10.1038/nature18902.
3 R. K. Naviaux, MD, PhD, Professor für Medizin und Genetik an der University of California in San Diego, Leiter des Labors für Metabolismus der UCSD sowie Gründer des Metochondrial and Metobolic Desease Center, ist zudem ehemaliger Präsident der Gesellschaft für Mitochondrien-Medizin in den USA.
4 N.N. Osborne, C. Núñez-Álvarez, S. Del Olmo-Aguado: The effect of visual blue light on mitochondrial function associated with retinal ganglions cells. Experimental Eye Research. Vol. 128, 2014, S. 8-14; DOI: 10.1016/j.exer.2014.08.012.
5 S. Xu, Z. Zhou, L. Zhang, Z. Yu, W. Zhang, Y. Wang, X. Wang, M. Li, Y. Chen, C. Chen, M. He, G. Zhang, M. Zhong: Exposure to 1800 MHz radiofrequency radiation induces oxidative damage to mitochondrial DNA in primary cultured neurons. Brain Research, Vol. 1311, 2009, S. 189-196; DOI: 10.1016/j.brainres.2009.10.062.
6 J. Holt-Lunstad, P.R. Steffen, J. Sandberg, B. Jensen: Understanding the connection between spiritual well-being and physical health: an examination of ambulatory blood pressure, inflammation, blood lipids and fasting glucose, Journal of Behavioral Medicine, Vol. 34, Issue 6, 2011, S. 477-488; DOI: 10.1007/s10865-011-9343-7.
7 L. Santana-Blank, E. Rodríguez-Santana, K. E. Santana-Rodríguez, J. A. Santana-Rodríguez, H. Reyes: Water’s Many Roles in Laser Photobiomodulation. Journal of Cancer Research and Treatment, Vol. 3, No. 1, 2015, S. 1-5; DOI: 10.12691/jcrt-3-1-1.
8 B. Alberts, A. Johnson, J. Lewis, D. Morgan, M. Raff, K. Roberts, P. Walter (Hrsg.): Molecular biology of the cell. 6. Ausgabe. New York: Garland Science, 2014.
9 G. Pollack, Professor für Bioengineering an der University of Washington in Seattle: The Fourth Phase of Water: Beyond Solid, Liquid and Vapor. Seattle: Ebner and Sons, 2013.
10 L. Freitas, M. Hamblin: Proposed Mechanisms of Photobiomodulation or Low Level Light Therapy. IEEE Journal of Selected Topics in Quantum Electronics. Vol. 22, 1-1, 2016; DOI: 10.1109/JSTQE.2016.2561201. 

Info:

Intensiv-Kur „Die Zellenergie aktivieren“
21.- 26. Juli 2019 im Haus Schwarzwaldsonne, Freudenstadt
Medizinisches Team: Zita Witte, Referentin; Robert Kirsch, Arzt; Tanja Ardito, Physiotherapeutin; u.a.
Inklusivpreis: Kursgebühren, individuelle medizinische Beratung & Begleitung, Vitalernährung, VP, im DZ: 530,- € / EZ: 590,- €
Anmeldung bei Cornelia Witte, Tel.: 0157 836 22 846, e-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
Veranstalter: Deutscher Verein für Gesundheitspflege Rhein-Neckar e.V.

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