Vom Graffiti-Künstler zum Medien-Missionar

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Vom Graffiti-Künstler zum Medien-Missionar

Ein Leben mit ("Advedia") Vision

Weißt du noch, wie es war, als Gott dir in deinem Leben das erste Mal bewusst wurde? Vielleicht hattest du Herzklopfen ... oder eine überragende Erkenntnis erfasste dich: Er ist da, und er ist mir so nahe! Wie Hiob wirst du vielleicht gedacht haben: „Bisher kannte ich dich nur vom Hörensagen, doch jetzt habe ich dich mit eigenen Augen gesehen.“ (Hiob 19,25 NLB) Eine solche Erfahrung mag mit der Zeit verblassen. Trotzdem bleibt sie eine Erkenntnis, die uns niemand wegnehmen kann. Ihre Auswirkungen auf unser ganzes Leben lassen sich erst rückblickend umfassend begreifen.

Blick in die Vergangenheit

Unser Gehirn verarbeitet Worte zu Bildern. Die Faszination für das bildhafte Wort entwickelte sich bei mir in der Jugend, bevor ich Gott erfahren durfte. Graffiti, ein Schriftzug, ein Wort verpackt in Formen, Farben und Elementen. Eine grafische Revolution. Die Hip-Hop-Szene mit gesprochenen Reimen, unterlegt durch beat-lastige Musik. Der Adrenalinrausch bei einer Sprüh-Aktion im Schutz der Dunkelheit auf ausgewählten öffentlichen Häuserfassaden und Zügen. Dann die geknipsten Fotos vom Graffiti-Werk, der „Fame“ (Ruhm) und der Joint nach einer erfolgreichen Aktion. Die Sucht nach dem Geruch von Lackfarbe und dem Geräusch der klappernden Metallkugel in der Sprühdose bestimmten das, was ich als lebenswert empfand. Bis mich eines Tages „sein Wort“, das prophetische Wort, erreichte und dessen gewaltige Dimension meine kleine selbstgebastelte Ghetto-Realität „ad absurdum“ führte. Die Erkenntnis, in einer genau definierten und ereignisreichen „Endzeit“ zu leben und dass mein Leben im Interesse und Wirkungsbereich Gottes liegt, schuf in mir das Verlangen, sich auf diesen Gott einzulassen und seine Realität in meinem Leben zu erfahren. 

Tanja, meine Frau, besaß als Kind einen ausgeprägten Sinn für Kreativität und hatte eine starke visuelle Wahrnehmung. In ihrer Jugend fand sie in der finsteren Grufti-Szene ihr geistliches Zuhause. Sie wollte anders sein: schwarz gekleidet, schwarze Lippen, blasser Teint, wild gestylte Haare, Gesichts-Piercing – dazu die passende Punk-/Metal-Musik mit Alkohol und Drogen, um diese Welt ertragen zu können. Ein Protest gegen alles Etablierte, gegen Hierarchie, gegen das Bürgerliche. Mitten auf der Sarg-Tanzfläche einer Grufti-Diskothek, umgeben von ausgelaugten Gestalten mit „bangenden“ Köpfen, erzeugten die Worte des Liedtextes „Gott-ist-tot“, der monoton in Dauerschleife abgespielt wurde, in ihr ein Bild, gegen das sie sich mit aller Kraft wehrte – und sofort die Diskothek verließ. Obwohl der Glaube in ihrem bisherigen Leben keine Rolle gespielt hatte, stand für sie fest: „Auch wenn die Welt sch... ist, Gott kann nicht tot sein!“ Ab diesem Moment begann ihre Lebensreise auf der Suche nach diesem Gott, der nicht tot ist, und der in Jesaja 65,1 sagt: „Ich ließ mich suchen von denen, die nicht nach mir fragten, ich ließ mich finden von denen, die mich nicht suchten.“

Halt in der Orientierungslosigkeit

Nicht lange nach diesen Ereignissen veränderten sich unsere Lebenseinstellungen, unser Äußeres, unsere Sprache, die Interessen und unsere Wahrnehmung. Der jugendliche Drang, diese Welt mit optisch wahrnehmbarem Protest zu verändern und mitzugestalten, mündete in den missionarischen Dienst mit Printmedien, medialen Vortragsreihen, Internetseiten und Videoproduktionen. Dieses Engagement kostete unsere ganze Freizeit. Erst nach dem Abschluss des Studiums der Medieninformatik und der freiberuflichen Selbstständigkeit wurde es möglich, in Vollzeit missionarisch als Medienschaffender zu wirken. Nachdem der Herr auf wundervolle Weise Tanjas und meine Wege über die missionarische Gesundheitsarbeit zusammengeführt hatte, sehnten wir uns umso mehr danach, unseren Mitmenschen diese eine geistliche Basis mitzuteilen: Gott, der uns Halt gab, um nicht in der Orientierungslosigkeit der Zeit unterzugehen. Um uns herum haben schon zu viele Menschen resigniert und aufgegeben – sie lassen sich nur noch treiben. Die allgegenwärtigen Sinneseinflüsse durch Werbung, die exzessive Konsumsucht, die berauschende Unterhaltungsindustrie, politische und religiöse Inszenierungen benebeln und manipulieren systematisch das Denken der Menschen. Immer wieder erlebten wir persönlich und in unserem Umfeld, dass Gott als Erlöser und Schöpfer Lösungen für viele Problembereiche unserer Zeit hat: Bei physischen und mentalen Krankheiten, bei sozialen und gesellschaftlichen Krisen, in Orientierungslosigkeit und in Fragen nach dem Ursprung und Sinn des Lebens hält Gott Antworten bereit. Die schöpferische Macht seines Wortes hat die Kraft, Menschen positiv zu verändern, Hoffnung und wahren Lebenssinn zu geben. So inspirierte uns schließlich ein besonderer Bibelvers dazu, ein Medien-Missionswerk ins Leben zu rufen: „Ohne Vision verwildert ein Volk, doch wohl ihm, wenn es das Gesetz bewahrt.“ (Sprüche 29,18 nach engl. KJV).

Adventistische Medien mit Vision

Durch die beinah grenzenlosen Möglichkeiten der modernen Medien, wie Fernsehen, Internet und soziale Netzwerke, können Menschen heute noch effektiver für den Glauben begeistert und erreicht werden. Umso wichtiger war es uns, die Adventgemeinde, die wir trotz mancher Unvollkommenheiten lieben, mit den zukünftigen Projekten des neuen Medien-Missionswerkes in ihrem außergewöhnlichen Auftrag für Gott und die Menschen sowie ihrer bibeltreuen Theologie direkt oder indirekt zu unterstützen. Unser Medien-Dienst sollte vorhandene Strukturen ergänzen und neue Möglichkeiten oder Bereiche erschließen. Somit war es ein Segen, sich in der Gründungsphase mit der Baden-Württembergischen Vereinigung, dem Süddeutschen Verband und der „Stimme der Hoffnung“ auszutauschen, um herauszufinden, wo unser Einsatz förderlich ist und Synergien möglich sind.

2012 wurde Advedia Vision e. V. (www.advedia-vision.org) als eine gemeinnützige, adventistische Mediengesellschaft gegründet. Im Vorstand sind Ilja Bondar (Dipl. Inf.) und Winfried Küsel (Dr. med.), beide Glieder der Adventgemeinde Ludwigsburg.

Der Name „Advedia Vision“ steht für „adventistische Medien mit Vision“. Der Verein nutzt ausgiebig die Chance der medialen Möglichkeiten und lässt Fernsehprogramme, Dokumentarfilme, Vortragsreihen und Kurzfilme produzieren, die der Öffentlichkeit durch das Internet, TV-Ausstrahlungen und die Weitergabe und den Erwerb von DVDs zur Verfügung gestellt werden.

Virtuelle TV-Studioproduktionen

Schon kurz nach der Gründung erlebten wir unter der faszinierenden Führung Gottes ein Wunder: Obwohl Gott zahlreiche Türen für den Erwerb einer innovativen Studioproduktionstechnik öffnete, die so nur bei großen TV-Fernsehsendern zum Einsatz kommt, baten wir im Gebet um absolut klare und deutliche Bestätigung, damit wir wussten, dass Gott der Initiator dieser Sache ist. Um das Geld für diese Technik aufzubringen, baten wir Freunde und Geschwister im engen Kreis um finanzielle Unterstützung. Nicht lange danach rief ich den Verkaufsmanager an und sagte ihm, dass ich mich für sein großzügiges Entgegenkommen und die Preisreduktion bedanke, aber ihm mitteilen müsse, dass wir als christliche, spendenfinanzierte Organisation mit ehrenamtlichen Mitarbeitern in der Gründungsphase das Geld nicht aufbringen konnten. Zwischenzeitlich gingen die Spenden unserer Freunde ein. Nach einer Woche erhielt ich einen Anruf vom Verkaufsmanager, der mir sagte, dass er eine gute Nachricht für mich habe: Der Eigentümer und die Firma waren bereit, uns in unserem Wohltätigkeitsdienst zu unterstützen und zum dritten Mal den Preis stark zu reduzieren. Er nannte mir den Preis: Es war exakt der Betrag, der durch Spenden zusammengekommen war!

Von nun an erstellte das kleine, hingebungsvolle und kompetente Team aus adventistischen Medienschaffenden attraktive TV-Studio-Produktionen. Der virtuelle 3D-Studioraum ermöglicht es, unterschiedliche Themenbereiche kostengünstig, informativ, grafisch kreativ und interessant darzustellen und für ein fernsehverwöhntes Publikum auf hohem Niveau anzubieten.

Unsere Herausforderung der medialen Mission ist es, das entstellte Gottesbild in unserer Gesellschaft wiederherzustellen. Wir möchten Menschen motivieren, ihrem Leben eine klare Ausrichtung zu geben, die sich an ewigen Dingen orientiert – an Gott. Fast täglich erhalten wir positive Rückmeldungen, Fragen, Kommentare und seelische Hilferufe von Menschen, die auf der Suche sind. Unsere Vision ist es, dass diese wertvollen Perlen sich von dem Einen finden lassen, der uns in Jeremia 29,11 (NLB) verspricht: „Ich gebe euch Zukunft und Hoffnung.“


Angebote und Medien-Projekte von Advedia Vision zum Weiterempfehlen:

Visiontv.info – Internet-Fernsehen mit relevanten Themen, 
die geistliche Impulse geben.

Youtube – Der Youtube-Kanal von Advedia Vision bietet eine große Auswahl an Videobeiträgen und die Möglichkeit, an Diskussionen teilzunehmen.
Hope Channel TV – In Zusammenarbeit mit der „Stimme der Hoffnung“ werden im Hope Channel Vortragsreihen von Advedia Vision ausgestrahlt.

Gotterfahren.info – Das Internetportal im deutschsprachigen Raum (D-A-CH-L) für Menschen auf der Suche bietet eine Betreuung durch einen E-Coach an. Die Webseite ist in Zusammenarbeit mit Helmut Haubeil (Förderkreis Adventgemeinde Bad Aibling) und dem „Hope Bibelstudien Institut“ entstanden.

Zukunftpassiert.org – Die Webseite thematisiert brisante Fragen aus Politik, Gesellschaft und Religion im Licht der biblischen Prophetie. 

Vision-Medien.org
 – In dem Medien-Onlineshop finden Interessierte DVD- und Printmedien, die auf Lebensfragen eingehen und für missionarische Zwecke geeignet sind.

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